Montag, 26. Oktober 2009

Bildqualität: Megapixel und andere Faktoren von jenni

Ein paar von euch werden vielleicht die Kommentare zum Blogpost über unser neues Büro gelesen haben. Das Thema in diesen Kommentaren, so wie auch in vielen sonstigen Gesprächen waren die Unterschiede in der Bildqualität zwischen Paul’s Blackberry und meinem iPhone.

Wie bereits erwähnt, verbringe ich viel Zeit mit fotografieren und habe mich auch viel mit der technischen Seite beschäftigt. Dadurch sind für mich die unterschiedlichen Bilder erklärbar (auch wenn ich von dem Blackberry-Foto leicht geschockt war…).

Da ich denke, dass es für manche von euch vielleicht mal ganz interessant ist, warum es nicht nur um Megapixel geht, hier mal eine kurze Erklärung zur Technik hinter Kameras, die euch vielleicht auch beim Kauf (oder tausch ;) ) der nächsten Kamera hilft.

270px-Ccd-sensorDigitale Kameras arbeiten mit einem lichtempfindlichen Chip oder Sensor, für den die beiden Erfinder vor ein paar Wochen einen Physiknobelpreis bekommen haben. Wie genau der funktioniert ist für den Benutzer relativ schnuppe – die Sache ist aber, dass das Bild entsteht durch das Licht, dass auf den Sensor trifft. Diese Sensoren gibt es in einer Menge unterschiedlicher Größen und mit unterschiedlich hoher Megapixelanzahl. Megapixel bedeutet hier eigentlich nichts anderes als Tausende bzw. Millionen von Bildpunkten, die auf diesen Sensor gespeichert werden. Nun stellt euch ein quadratisches 1×1 cm Blatt Papier vor: Ob ihr da nun 10 auf 10 Punkte draufmalen sollt oder 1.000 auf 1.000 Punkte, macht einen großen Unterschied, denn bei 1.000 müsst ihr die Punkte wesentlich enger aneinander setzen und sie werden vermutlich auch nicht mehr gleichmäßig rund, mal ganz abgesehen, davon, dass ihr ne gewisse Mindestgröße für jeden Punkt braucht. Genauso ist es mit dem Sensor, hier sind es Fotozellen anstatt Punkte und anstatt dem drauf malen, fällt das Licht auf die Punkte, die dann in elektrische Impulse umgesetzt werden: je mehr Licht, je heller der Punkt. ABER: je kleiner die Zelle (was bei gleicher physikalischer Größe des Sensors aber mehr MP der Fall ist), je weniger Licht kann sie abbekommen – um aber einen genauso hellen Punkt zu bekommen, muss der elektrische Impuls verstärkt werden: Damit verstärkt man aber auch die leichten Fehlmessungen, die auftreten und verliert Details in der Lichtstärke.

Aber das ist nicht der einzige Faktor, der hier vermutlich eine Rolle gespielt hat, denn dafür sind moderne Kameras viel zu komplex. Zwei weitere Faktoren, die ich hier erwähnen möchte, sind zum einen die verwendeten Linsenelemente (bzw. bei Handys wird das vermutlich nur ein Linsenelement sein) und zum anderen das Rauschverhalten. Die Linse ist in erster Linie mit für die Schärfe & Farbechtheit verantwortlich. Zusätzlich gibt es bei den Linsen riesen Unterschiede in der Verarbeitung & der Qualität. Bei abnehmbaren Objektiven für Spiegelreflexkameras wird dies besonders deutlich, wenn Objektive mit dem gleichen Zoomfaktor (gleicher Brennweite) einen Preisunterschied von 1.000€ oder mehr haben, der sich größtenteils durch die verwendeten Linsenelemente (und die Anzahl der Linsen) erklärt.

Das zweite ist das Rauschverhalten – das ist ein Bereich, mit dem ich mich vor meiner ersten Spiegelreflex nie beschäftigt habe, seitdem ich weiß was gemeint ist und wie viel es bei einem Foto ausmachen kann, ist es für mich zu einem sehr wichtigen Auswahlkriterium für eine Kamera geworden. Bei analogen Kameras bekam man Filme mit unterschiedlicher Lichtempfindlichkeit, damit man z.B. in dunkleren Lichtverhältnissen auch ohne Blitz noch ne Chance hatte. Diese Unterschiede sind in die digitale Fotografie als ISO-Werte übergegangen: Umso höher der ISO-Wert, umso Lichtempfindlicher die Kamera und umso weniger Umgebungslicht braucht man für ne wackelfreie Aufnahme aber gleichzeitig entstehen mehr Artefakte im Bild und ein höheres Rauschen – d.h. zum Bsp, dass eine schwarze Fläche dann nicht schwarz ist, sondern bunte Flecken mit drin hat. Umso höher der ISO-Wert umso mehr Artefakte hat das Bild im Vergleich zu einem Bild mit niedrigerem ISO-Wert von der gleichen Kamera. Da sind wir nämlich beim springenden Punkt: Das Rauschunterdrücken ist bei jeder Kamera unterschiedlich gut, dadurch können zwei Kameras die gleiche Megapixel-Anzahl haben und in etwa zur gleichen Zeit auf den Markt gekommen sein aber völlig unterschiedlich gute Bilder machen in der gleichen Situation. Selbst das gleiche Kameramodell liefert nicht immer gleich gute (oder schlechte) Ergebnisse.

Wenn wir jetzt wieder zum Thema des Kamera kaufens zurück kommen und der Frage, “wie soll ich diese Faktoren den bitte beim Kauf erkennen?”, muss man leider sagen, dass man sich dafür Bilder, die mit der Kamera gemacht wurden in voller Auflösung anschauen muss oder mal einen seriösen Testbericht zu einer Kamera reinlesen, da diese immer das Rauschverhalten besprechen.

Da jeder im Internet viel behaupten kann, noch zwei Artikel auf einem Fotoblog zu dem Thema:

Megapixel – darf’s ein bisschen mehr sein?

Die ISO verstehen

Und ein kleiner Tipp: Wenn ihr euch Fotos einer Kamera anschaun wollt, Flickr hat ein Tool um Bilder nur von einem Kameramodell anzeigen zu lassen, den Flickr Camera Finder (es kann sein, dass ihr einen Account braucht um darauf zugreifen zu können, ich bin mir nicht sicher).

Nach all dem Gerede, was sagt das jetzt über mein iPhone und Pauls Blackberry? Mein aktuelles iPhone hat mehr Megapixel als Pauls Blackberry – deshalb werde ich bei den Vergleichsfotos mal noch drei von den alten iPhones dazu tun, welche die gleiche Auflösung wie Pauls Handy haben. Zusätzlich werde ich hier aber nur kleinere Versionen der Bilder zeigen, da die Originale zu groß für den durchschnittlichen Bildschirm sind – das ist nämlich auch noch so ein Punkt mit der Auflösung: Außer man druckt Bilder auf große Größen aus oder hat einen sehr großen Bildschirm, sieht man die Bilder, die man mit seiner Kamera gemacht hat nie in voller Größe, sondern immer verkleinerte Versionen, die allein schon durch die Verkleinerung schärfer wirken. Der Vorteil von hohen Megapixel-Zahlen ist an der Stelle aber, dass man ohne Probleme ein Bild beschneiden kann um Details näher ran zu holen.

So, jetzt aber mal wirklich zu den Fotos (Wie immer, durch einen Klick auf das Photo werden sie groß). Zuerst unsere momentanen Handys:

IMG_0249_klein IMG00008-20091026-0931_klein

Zum Vergleich dann mal noch meine altes iPhones in drei unterschiedlichen Lichtsituationen (da ich ja nicht hier direkt unsere nachstellen kann):

IMG_0035 Kopie IMG_0003 Kopie IMG_0050 Kopie

Zusätzlich gibt es jetzt mal noch ein 100& Ausschnitt von zwei der Bilder, auf denen Pauls Pullover zu sehen ist, einmal mit dem iPhone der ersten Generation und einmal mit dem Blackberry von Paul:

100% Ausschnitt iPhone 1. Generation IMG00008-20091026-0931_ausschnitt

Ich denke mal, die beiden zeigen sehr schön, dass was ich mit dem Rauschen gemeint habe – im iPhonebild (oben) hat der blaue Pullover einen starken lila/rot-Punkt-Anteil, im Blackberry-Bild hat es sehr viele bunte Pixel und erkennen das der Pulli blau ist, kann man eher nicht.

Meiner Meinung nach ist der Unterschied relativ ersichtlich, oder? Warum die Blackberry Kamera so unscharf ist, ist eine gute Frage, ich vermute mal, dass RIM davon ausgeht, dass kaum ein Business-Kunde die Kamera in seinem Handy nutzt und dadurch mit ner kleineren Kameraeinheit Platz gespart hat. Wobei ich der Überzeugung bin, dass der Zusammenhang in beiden Richtungen geht: Weil, wenn die Bilder nicht gut rauskommen, macht man auch keine. Da bin ich selber auch das beste Beispiel: das neue iPhone ist so ziemlich das erste meiner Handys mit Kamera, mit dem ich Fotos mache, denn eigentlich ist die beste Kamera immer die, die man dabei hat ;)

Ich entschuldige mich mal jetzt noch für mein langes Gebrabbel – es gibt ein paar Themen, bei denen ich mich nicht kurz fassen kann, Fotografie ist eins davon ;) Immerhin habe ich euch die Ausführungen darüber, warum ein jpg nicht immer die gleiche Qualität bedeutet, erspart.


Mittwoch, 21. Oktober 2009

Komplexe Kategorien oder: Wie viele Arten Schrauben gibt es eigentlich? von jenni

Nein, ich will für diese Frage keine Antwort… Worauf ich mit der Überschrift eigentlich hinaus will/wollte, ist das ich momentan an unseren Kategorien arbeite: In der aktuellen Version haben wir über 1.500 Kategorien und Sub-Kategorien in unserem System – das hört sich nach viel an, ist es auch (hört hier noch jemand den Sprecher von der Sendung mit der Maus im Kopf bei so nem Satz?) – aber natürlich deckt das bei weitem nicht alles an möglichen Kategorien ab. Deshalb sitze ich jetzt also an den Kategorien und überlege mir, welche beim ersten Zusammenstellen vergessen wurden. Ich hoffe mal, dass ich einige fehlende Kategorien mit eingebaut habe – leider ist es aber immer so, dass man eher an Dinge denkt, mit denen man sich selbst auskennt. Ich denke aber trotzdem, dass wir langsam einer sehr ausführlichen Liste entgegenkommen.

Falls jemanden interessiert, wie ich das mache – ich habe für die Erweiterung für jede Hauptkategorie eine MindMap angefertigt und mit dann alle Unterkategorien angeschaut und teilweise um Arme und Unterarme erweitert.

Ein Beispiel:

Computer & Konsolen Mindmap

Das ist die Computer & Konsolen Kategorie, alle roten Arme sind neue Subkategorien, die bisher nicht im System sind. Viele der vierten Unterkategorieebene habe ich gar nicht mit eingegeben, dadurch ist es nicht ganz so unübersichtlich, wie es sein könnte – ich finde es aber mal ganz interessant zu sehen, wie viel Arbeit hinter den Kategorien steht und wie tief wir wirklich Vorgaben geben, so dass das Stöbern in den Kategorien so angenehm wie möglich ist.

Wann die zusätzlichen Kategorien live gehen kann ich euch noch nicht sagen aber falls ihr noch Ideen für Kategorien habt, lasst sie hören!

Ach, und mit den Schrauben: Unser System wird 11 verschiedene Arten Schrauben unterscheiden, ohne dabei die Länge oder das Material mit einzubeziehen (das spar ich mir mal noch für die Zukunft ;) ).


Montag, 19. Oktober 2009

Die erste Woche im neuen Büro von jenni

Jetzt sind wir eine Woche hier im unseren Büro und es gibt einige erste Beobachtungen*:

* Juhu, ich darf aus dem Nähkästchen plaudern und nur schon mal vorweg: ja, ich mag Paul…

  • Es ist morgens verdammt kalt draußen (ja, ich beginne beim ganz banalen).
  • Paul reagiert schlecht auf direkte Sonneneinstrahlung – wie das mit der Pflanze aussieht, weiß ich noch nicht.
  • Mittagessen wird wohl auf absehbare Zeit aus Sandwich, Chinesisch oder Hamburgern bestehen…
  • Das Büro sieht aus wie “als hätte Paul sturmfrei”. Was so viel bedeutet wie sehr viel Schokolade und ne Kiste Cola (keine Angst, wir haben auch ne Kiste Wasser).
  • Andere Leute sind erstaunt, dass Paul und ich uns über Skype unterhalten (und zanken), obwohl wir ja im gleichen Raum sitzen.
  • Paul singt vor sich hin, ohne es zu merken (manchmal merkt er es auch und singt dann noch lauter).
  • Paul neigt dazu komische Fragen zu stellen: “Was ist der Unterschied zwischen Obst und Gemüse”, z.B.
  • Computer-Headsets können schwierig zu bedienen sein (“Weshalb hab ich denn keinen Ton?”)
  • Wenn Paul nicht da ist, ist das Büro komisch leer und einsam.

Ansonsten haben wir bisher wirklich unserem Spaß und es geht vorwärts mit der neuen Version von Bazaaria. Ihr könnt also weiterhin gespannt sein ;)


Montag, 12. Oktober 2009

Neuer Autor – Neues System von jenni

Hallo :)

Bisher hat sich Paul hier allein um den Blog gekümmert, was leider immer wieder lange Zeit ohne einen Blogeintrag bedeutet hat. Das soll sich nun ändern, deshalb werde ich den größten Teil der Blogposts von nun an schreiben.

Ich? Aber wer ist denn ich?: Hi *wink* ich bin Jenni und arbeite schon eine ganze Weile mit Paul zusammen an Bazaaria. Ein paar von euch kennen mich vielleicht schon (entweder privat oder als Antwortgeberin bei Email-Fragen zu Bazaaria), die anderen werden mich wohl jetzt kennen lernen ;) Ich bin 24 und hab mit Paul zusammen studiert und arbeite jetzt bei Bazaaria vor allem in den Bereichen Marketing und Kundenservice – aber natürlich helfe ich bei allem was anfällt :)

So kommt man dann auch zum Blog-schreiben… ;) Ist nicht der erste Blog, den ich schreibe, ich hab auch einen privaten Blog für meine Fotos, allerdings in Englisch. Ja, ich hab noch nie auf deutsch gebloggt, d.h. ich entschuldige mich schon mal im Voraus für komische Formulierungen und Rechtschreibfehler*…

*ich weiß, dass hat nichts mit bloggen sondern mit meinem deutsch zu tun, sagen wir einfach mein Ausdruck ist im englischen besser.

Der Plan ist momentan einmal die Woche einen Blogeintrag zu schreiben. Das größte Hindernis: Ich vergesse gerne Sachen und ich bin nicht gut im Themen ausdenken. Was ich damit sagen will: Emailt mir oder twittert mir, falls ihr ne Idee für ein Thema habt (Was wolltet ihr schon immer mal wissen über Bazaaria? Welche Fragen habt ihr?) oder wenn ich zu lange vergesse zu bloggen (ich hoffe mal, ich kriege es auch so hin ;) ). Natürlich könnt ihr auch einfach einen Kommentar hier im Blog hinterlassen.

Das bringt mich zu meinem zweiten Thema: der Blog steht auf neuen Beinen, nicht mehr bei Blogger sondern auf WordPress basierend, dadurch können wir euch mehr Informationen in der Seitenleiste präsentieren und ihr könnt nun ein Bild bei euren Kommentaren haben (einfach bei gravatar.com anmelden, falls ihr noch keinen Gravatar habt).