Eigentlich ist der Vorname “Paul” in Pauls und meiner Generation nicht wirklich häufig anzutreffen (in seinem Geburtsjahr ist er nicht mal unter den Top 35) und trotzdem taucht der Name in meiner Umgebung immer häufiger auf.
Es fing vor Jahren mit der “du darfst”-Kampagne an, bei der die Frage “Wer ist eigentlich Paul?” gestellt wurde und man den Paul, um den es ging, nie kennen lernte. Eine äußerst erfolgreiche Kampagne, auch wenn sie für Pauls überall vermutlich wenig gut für das Image war (da der dort genannte Paul die Figur der Protagonistin bemängelte).
Als diese Werbung lief, kannte ich keinen Paul, aber trotzdem blieb sie mir in Erinnerung. Die nächste “Paul” Werbung, die mir in Erinnerung geblieben ist und mich auch immer wieder etwas zum Lachen bringt, ist ein Werbespot einer Versicherung oder einer Bank (mir fällt leider gerade nicht mehr ein von wem), in dem eine junge Frau vor der Kamera steht und ihr Freund hinten auf einer Leiter und sie dann sagt “so einfach, dass sogar Paul es versteht”. *kicher*
Auch hier kommen Pauls nicht wirklich gut weg, wobei diese weit weniger Aufmerksamkeit bekommen hat. Mit ist sie in erster Linie auch so im Kopf geblieben, da ich Paul bereits kannte und dadurch der Witz für mich wesentlich stärker ist (sorry Paul!).
Danach fiel mir eine TV-Werbung auf, die in erster Linie auf kleinen TV-Sendern und bei sky gezeigt wird, für eine Webseite Namens “pauldirekt”, wo es Gegenstände zum “absoluten Paulpreis” gibt. Was das bedeutet, weiß ich auch nicht – aber sie werden es wissen…. hoffe ich zumindest einmal, denn im Gründer-Team ist kein einziger Paul. Was bei mir immer wieder die Frage auslöst: Warum dann gerade Paul?
Diesen Sommer kam dann natürlich die Krake dazu… Paul rückte ins Rampenlicht der Weltöffentlichkeit und vermutlich wird der Name dieses Jahr weit häufiger vorkommen und mir tun die armen kleinen spanischen Jungs, die dann Paul heißen, jetzt schon leid.
Doch damit nicht genug, nein, diesen Sommer gab es noch ein Paul-Highlight (ich sollte mir einen tollen Namen hierfür ausdenken – “Paul-Sightings” oder so): Eine Webseite ging online namens “AnnaohnePaul” – Paul steht hier repräsentativ für alle Männer und letztendlich der Punkt, wo mir dieser Trend so richtig bewusst wurde. Überall lauert es von Pauls – auch und gerade bei Bazaaria, auch wenn ich ihn nur begrenzt für die Werbung einsetzen werde – denn anscheinend sticht man mit “Paul” nicht mehr aus der Masse heraus
Das bestätigt auch die neueste Congstar-Werbung, in der ein Paul (mit sehr ähnlicher Frisur) im Sand vergraben ist und seine Mutter anruft und er dem offenen Telefon nicht entkommen kann… Zu Pauls Verteidigung muss ich sagen, dass er regelmäßig mit seiner Mutter telefoniert und nicht extra dafür eingebuddelt werden muss.
Habe ich Beispiele vergessen? Wenn ihr noch welche wisst, würde ich mich wirklich riesig darüber freuen, wenn ihr diese mit uns teilt!



















































Ein Post für den es keine gute Einleitung gibt, denn große Reden zu schwingen über das neu-entdeckte grüne Gewissen “meiner Generation” finde ich immer etwas unpassend, auch wenn dies sicherlich in manchen Dingen der Realität entspricht. Doch das ändert nichts daran, dass “Bio”, “umweltreundlich” und “nachhaltig” große Themen der aktuellen zeit sind und dabei nicht mehr das komische Image haben, dass sie noch in den 80er und 90er Jahren hatten (man schaue einfach mal Berichte über die Anfänge der Grünen, dann weiß man, was ich meine…). Heutzutage verbinden sich die Begriffe mit der aktuellen Mode und werden so nicht nur zu echten Alternativen, sondern teilweise auch absolut zur bevorzugten Variante.

Darum also sog. “special interest” Communities und Portal für Männer. Natürlich gibt es die teilweise für Frauen auch (gerade Mode und Schminke sind notorische Frauenthemen) aber es ist schon auffällig, wie unterschiedlich diese beiden recht allgemeinen Zielgruppen angegangen werden. Als Frau, die auf Videospiele steht, kennt man das in dem Bereich noch extremer. Bis vor wenigen Jahren (und bei einigen Publishern noch immer) waren Spiele für Frauen und Mädchen immer rosa, mit Pferden oder Tierbabies oder über Klamotten und Make-up. Das man damit große Teile der potentiellen Zielgruppe eher völlig gegen das Thema verschließt, scheint dort keinem klar zu sein – was eigentlich schade ist. Nintendo zeigt momentan, dass viele Frauen Videospiele mögen können, wenn man ihnen einen einfachen Einstieg gibt und Spiele eher neutral an beide Zielgruppen richtet (bei der Werbung).