Montag, 31. Mai 2010

Die Beschreibung – Teil 2: Gegenstände perfekt präsentieren von jenni

Vor ein paar Wochen habe ich mit einer Beitragsreihe darüber begonnen, wie ihr eure Gegenstände am besten auf Bazaaria präsentiert. In Teil 1 ging es um den Titel für euren Eintrag, heute in Teil 2 will ich etwas über die Beschreibung schreiben und erklären, warum eine ausführlichere Beschreibung zwar mehr Zeit kostet aber auch sehr vorteilhaft sein kann.

Die Beschreibung = Euer Verkaufsargument

Der Titel bzw. die Überschrift verraten zwar einem Interessenten schon ein paar  Informationen zu eurem Gegenstand aber die tatsächliche Entscheidung, ob er dafür ein Angebot machen will, wird er regelmäßig beim Lesen eurer ausführlichen Beschreibung treffen.

Hierbei ist es also besonders wichtig, dem möglichen Interessenten viele Informationen zu dem Gegenstand zu geben und am besten auch ein bisschen was dazu zu verraten, warum ihr den Gegenstand verkauft und in welchem Zustand er sich befindet. Es sind diese Kleinigkeiten, die man zu oft beim Schreiben vergisst, die einen wirklichen Unterschied bei den Angeboten machen.

Auch hier stellst du ganz schnell fest, was alles relevant für die Beschreibung ist, wenn du dir überlegst, welche Informationen du gerne zu dem Gegenstand hättest. Sicherlich ist es aber auch so, dass man zu manchen Arten Gegenständen wesentlich mehr schreiben kann und sollte (z.B. Möbel) als über andere (z.B. Videospiele). Doch immer sollten genug Informationen da sein, dass der Interessent sich ein komplettes Bild machen kann. Gerade Leute die stöbern, werden eher mehr Informationen haben wollen, als jemand, der durch unsere Suche auf deinem Gegenstand gelandet ist und vielleicht genau nach deinem Artikel gesucht hat.

Welche Informationen sind wichtig?

Ich finde eine genaue Beschreibung des Gegenstands ist sehr wichtig, das bedeutet für mich bei elektronischen Gegenständen der Hersteller und die Bezeichnung des Geräts, sowie am besten auch eine Übersicht über die wichtigsten Features bzw. Funktionen. Diese kann man entweder auf anderen Webseiten finden oder man schreibt schnell die wichtigsten selbst per Hand in die Beschreibung, was einen positiven Effekt auf das Interesse hat, da viele Menschen die üblichen Feature-Listen beim Lesen einfach überspringen, da sie mindestens die Hälfte der Angaben an der Stelle nicht verstehen.

Das Äquivalent zu Marke und Hersteller bei elektronischen Geräten, sind Titel und Autor bzw. Schauspieler und Regisseur bei Büchern und Filmen. Viele Leute suchen gezielt nach einem Autor oder einem Schauspieler und wissen vielleicht gar nicht den Titel des Werkes nachdem sie suchen. Es wäre doch Schade, wenn euer Artikel dann nicht in den Suchergebnissen erscheint, oder? Zusätzlich solltet ihr etwas zum Inhalt des Buches bzw. des Filmes schreiben, denn auch hier findet ihr so vielleicht einen Interessenten bei den Leuten, die sich einfach so durch das Angebot stöbern und euer Angebot vermutlich inhaltlich gar nicht kennen. Auch hier gilt: selbst schreiben wirkt besser und ist auch viel einladender – auch wenn es mehr Zeit kostet.

Bei Möbeln ist natürlich das Fabrikat, der Herstellungsstoff, die Farbe und die Maße sehr, sehr wichtig. Denn nur wenn ich diese weiß, kann ich mir überlegen, ob es für mich und meine Wohnung geeignet ist. Hilfreich ist es hier auch direkt zu vermerken, ob das Teil Maße hat, dass man es verschicken kann oder nur Selbstabholung in Frage kommt.

Bei Kleidung und Schuhen ist natürlich das Material, die Farbe und die Größe absolutes muss. Hier freuen sich bestimmt auch viele Interessenten, wenn du etwas dazu schreibst, wie alt das Kleidungsstück ist oder ob es noch neu ist.

Bei allen Gegenständen ist natürlich der Zustand eine wichtige Information. Egal ob neu, gebraucht oder wie viele Kratzer es hat, als das können wichtige Informationen sein, die dazu führen, dass dein Gegenstand gekauft oder getauscht wird. Es ist besser und ehrlicher einfach den Zustand hinzuschreiben, als zu hoffen, dass es schon in Ordnung geht. Ehrlichkeit wird hier auch oft mit einem etwas besseren Preis belohnt!

Ich hoffe ich konnte euch mit diesen Punkten schon ein bisschen weiterhelfen bei der Frage, was alles in eine ausführliche Beschreibung rein sollte. Falls ich etwas vergessen habe oder ihr Fragen habt, könnt ihr mir das natürlich in den Kommentaren mitteilen :)


Montag, 10. Mai 2010

Der Titel – Teil 1: Gegenstände perfekt präsentieren von jenni

Heute möchte ich eine neue Reihe hier im Blog beginnen, in der ich euch ein paar Tipps gebe um die Darstellung eurer Gegenstände bei Bazaaria zu verbessern und somit die Chance zu erhöhen, dass ihr schnell Interessenten für die Gegenstände findet.

Warum?

Die Begründung warum man sich über die perfekte Aufmachung Gedanken machen sollte, ist eigentlich sehr einfach: Geht einfach von euch selbst aus. Wenn ihr zwei mal den gleichen Gegenstand angeboten seht, werdet ihr vermutlich eher ein Angebot für den Gegenstand machen, bei dem ihr das Gefühl habt, etwas über den Gegenstand erfahren zu haben und bei dem sich der Anbieter Mühe gemacht hat.

Ich weiß, dass ist mit Arbeit und Zeit verbunden – ich bin da hin und wieder auch sehr faul, gebe ich zu – aber es ist den Aufwand am Ende wert. Ganz bestimmt!

Was genau ihr besser machen könnte bzw. was ich als wichtige Aspekte ansehe, werdet ihr in dieser Reihe erfahren, die sich in erster Linie mit dem Titel, der Beschreibung und dem Bild zum Gegenstand befassen wird.

Der Titel als erster Berührungspunkt

Es gibt mehrere Möglichkeiten auf einen Gegenstand bei Bazaaria zu stoßen:

  • Auf der Startseite
  • Auf der Kategorieseite
  • Über die Suche
  • Über eine Suchmaschine

Doch alle haben sie eins gemeinsam: Als erstes liest man den Titel (teilweise mit dem Bild zusammen) und macht sich darüber ein erstes Bild über den Gegenstand. Doch noch mehr: Für die Ergebnisse in den Suchmaschinen ist ein aussagekräftiger Titel besonders wichtig, denn nur so können Leute, die Bazaaria noch nicht kennen, deinen Gegenstand auch so im Internet finden! Hier geht es nicht darum nun einen besonders einzigartigen Titel zu haben, sondern darum die wichtigsten Informationen im Titel zu haben.

Beispiel

Sprich: bei einem Buch ist der Titel sehr wichtig, falls der Autor auch noch mit rein passt, umso besser. Bei einem Videospiel ist der Titel und die Plattform wichtig; bei Kleidung die Farbe, Größe und Art (und evtl. Marke) des Kleidungsstücks, denn kaum jemand klickt auf den generischen Titel “Rock” – und bei einer externen Suche wird es auch schwer so gefunden zu werden (bei 165 Mio. Einträgen in Google) – da ist “roter Rock mit Punkten in 42″ wesentlich aussagekräftiger und die Wahrscheinlichkeit gefunden zu werden, ist auch wesentlich höher (1,4 Mio. Treffer). Zusätzlich will jemand, der schon so speziell sucht genau so einen Rock wie euren finden und nicht irgendeinen Rock.

Aber nicht nur über die Suchmaschinen werdet ihr so einfacher gefunden, sondern auch auf Bazaaria selbst ist es leichter für andere euren Rock zu finden und beim Stöbern direkt zu entscheiden, ob der Rock für einen selbst interessant ist.

Titel nur im Bild = Keine Ergebnisse

Zusätzlich gilt: Auch wenn die Information auf dem Bild mit drauf ist, wenn sie sehr wichtig ist, gehört sie in den Titel. Das gilt besonders bei Büchern, Spielen usw. wo man den Titel lesen auch auf dem Bild kann. Denn während Menschen das ganz einfach auf dem Bild lesen können, geht das für Computer und Roboter nicht, d.h. weder kann unsere Suche deinen Gegenstand zeigen, wenn du den Titel nicht in Textform erwähnst, noch kann ihn Google oder eine andere Suchmaschine finden. Zusätzlich können die meisten den Titel auf dem Bild auch in unseren Übersichten nicht erkennen durch die Größe des Bildes – also verlierst du durch diese kleine Auslassung einen Haufen möglicher Interessenten. Dabei dauert es fast keine Zeit diese Information abzutippen.

Das wichtigste in Kürze

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Titel sehr, sehr wichtig ist für den Gegenstand. Wer hier schlampt, verliert die Interessenten schon bevor sie sich mit dem Gegenstand beschäftigt haben. Deshalb sollte der Titel die wichtigsten Informationen zum Gegenstand in kurzer Form enthalten.

Was wichtig ist, hängt vom Gegenstand ab, jedoch ist die Frage: “Was würde ich selbst als erstes wissen wollen?” ein guter Maßstab und ein guter Einstieg. Denn man selbst bietet seine Gegenstände ja nicht nur an, sondern sucht ja auch selbst nach welchen.


Montag, 25. Januar 2010

Abkürzungsdschungel: SEO und SEM – inkl. Linktipps von jenni

Fängt man an sich professionell mit Webseiten zu beschäftigen, tauchen die Begriffe SEO und SEM ziemlich schnell auf – doch was bedeuten sie eigentlich? SEO steht für Search Engine Optimization, also Suchmaschinenoptimierung und SEM steht für Search Engine Marketing.

So wirklich hilft einem das natürlich auch noch nicht, vor allem wenn man sich noch nie mit der Funktionsweise von Suchmaschinen beschäftigt hat. Der Aufbau moderner Suchmaschinen begann eigentlich mit Google: Die Idee von Sergei Brin und Larry Page war es, dass eine Webseite umso relevanter ist, umso mehr Seiten auf sie verlinken – denn ein Link bedeutet ja immer, dass man eine Seite gut & interessant findet. So einfach die Idee ist, so kompliziert wird die Sache bei der Anzahl der Webseiten & Links, die es heute im Internet gibt. Dadurch sind die Anzahl der Links auf eine Seite (meist als Backlink bezeichnet) bei weitem nicht der einzige Faktor für die Position einer Webseite für einen Suchbegriff: es gibt inzwischen geschätzte 200 Faktoren für die Position. Für Webseitenbesitzer bedeutet das also 200 Schrauben, an denen man drehen kann um die eigene Position zu verbessern – das ist SEO. Die Verbesserung der eigenen Seite (sog. On-Page Optimization) und der Links und Verweise auf die eigene Seite (sog. Off-Page Optimization) um eine bessere Position im Ranking zu erreichen.

SEM hingegen ist eher ein Oberbegriff, der eben alle Maßnahmen beschreibt um eine Webseite für Suchmaschinen und Nutzer interessanter zu machen. Maßnahmen, wie bezahlte Suchpositionen (also die eingeblendete Werbung in der Suchmaschine) gehören dann genauso unter diese Überschrift wie das eigentliche SEO.

Ich werde in den nächsten Wochen & Monaten noch ein bisschen mehr zu SEO schreiben, da ich mich momentan sehr viel mit dem Thema beschäftige und ich sehr lange nach Einsteiger-Artikeln gesucht habe und meine Suchergebnisse gerne mit euch teilen möchte – sowie über Erfahrungen, die wir für Bazaaria in dem Bereich gemacht haben.

Für den Anfang will ich euch aber einfach mal ein paar Links geben, die ich sehr informativ für Anfänger fand – leider sind fast alle auf englisch.

Overview of Google Ranking Factors

Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung

Beginner’s Guide to SEO

SEO Starter Guide von Google

The Secret to Ranking at the Search Engines (that’s not really a secret)

15 Ways to Enhance Your Sites SEO Today

Perfecting Keyword Targeting & On-Page Optimization

SEMMYS ist ein jährlicher Award, der für die besten SEO-Artikel vergeben wird und momentan findet man auf der Webseite die Nominierungen für das letzte Jahr.

Update: Ganz vergessen, danke an SEO-Strategie.de durch die ich auf die SEMMYS und die diesjährigen Artikel aufmerksam geworden bin. Auf der Seite findet ihr alle nominierten Artikel als Links.


Mittwoch, 13. Januar 2010

Falschangaben im Web und die Datensicherheit bei Bazaaria von jenni

Heute morgen habe ich per Twitter* einen Artikel zu einer Studie von BITKOM (dem Bundesverband Informationstechnologie, Telekommunikation und neue Medien) gelesen:

12 Millionen Deutsche machen falsche Angaben im Internet – das ist jeder 4. über 14 Jahren

Diese Falschangaben beinhalten alles von Alter, Name, Geschlecht und E-Mail-Adresse bis zu körperlichen Eigenschaften. Häufiger Grund, so die Studie, sind unnötige Angaben, die Hoffnung unerwünschter Werbung zu entgehen oder die Hoffnung  bessere Chancen beim Online-Dating zu haben.

* Danke an @HediyeEvsan für den Link!

Wenn man so drüber nachdenkt, macht es wirklich Sinn – und ich gehöre definitiv auch zu dieser Gruppe, gerade wenn ich es unnötig finde z.B. meine Telefonnummer anzugeben oder meinen Namen & Anschrift.

Nun ist es ja aber so, dass wir bei Bazaaria ja auch solche Angaben von euch haben wollen – deshalb wollte ich mal ein paar Worte zu unseren Dateneingaben und dem, wofür sie verwendet werden, sagen: Wir haben versucht uns auf die Eingaben zu beschränken, die wir wirklich von euch brauchen, damit Bazaaria funktionieren kann. Ohne euren Namen und Anschrift zum Beispiel, können euch andere die Gegenstände, die ihr getauscht oder gekauft habt, nicht schicken.

Hierbei gilt aber ganz klar: Eure Daten werden vertraulich behandelt (wer mehr erfahren will, sollte unsere Datenschutzbestimmung lesen) und eure Adresse seht grundsätzlich erstmal nur ihr – andere Nutzer können ihn nur sehen, wenn ihr einen Handel abgeschlossen habt. Sonst nie!

Ähnliches gilt bei eurer E-Mail-Adresse: Diese geben wir nie an dritte weiter und von uns wird sie nur für Benachrichtigungen an euch, den Newsletter (wenn ihr ihn abonniert) und evtl. von unserem Service bei Problemen verwendet. Es kommt definitiv keine Werbung von Dritten über unseren Adressspeicher – versprochen!

Eure Daten sind also bei uns sicher, so dass ihr hoffentlich bei uns keine Falschangaben macht. Denn es wäre ja Schade, wenn eure schönen neuen Gegenstände beim falschen landen oder im Lager der Post.


Montag, 26. Oktober 2009

Bildqualität: Megapixel und andere Faktoren von jenni

Ein paar von euch werden vielleicht die Kommentare zum Blogpost über unser neues Büro gelesen haben. Das Thema in diesen Kommentaren, so wie auch in vielen sonstigen Gesprächen waren die Unterschiede in der Bildqualität zwischen Paul’s Blackberry und meinem iPhone.

Wie bereits erwähnt, verbringe ich viel Zeit mit fotografieren und habe mich auch viel mit der technischen Seite beschäftigt. Dadurch sind für mich die unterschiedlichen Bilder erklärbar (auch wenn ich von dem Blackberry-Foto leicht geschockt war…).

Da ich denke, dass es für manche von euch vielleicht mal ganz interessant ist, warum es nicht nur um Megapixel geht, hier mal eine kurze Erklärung zur Technik hinter Kameras, die euch vielleicht auch beim Kauf (oder tausch ;) ) der nächsten Kamera hilft.

270px-Ccd-sensorDigitale Kameras arbeiten mit einem lichtempfindlichen Chip oder Sensor, für den die beiden Erfinder vor ein paar Wochen einen Physiknobelpreis bekommen haben. Wie genau der funktioniert ist für den Benutzer relativ schnuppe – die Sache ist aber, dass das Bild entsteht durch das Licht, dass auf den Sensor trifft. Diese Sensoren gibt es in einer Menge unterschiedlicher Größen und mit unterschiedlich hoher Megapixelanzahl. Megapixel bedeutet hier eigentlich nichts anderes als Tausende bzw. Millionen von Bildpunkten, die auf diesen Sensor gespeichert werden. Nun stellt euch ein quadratisches 1×1 cm Blatt Papier vor: Ob ihr da nun 10 auf 10 Punkte draufmalen sollt oder 1.000 auf 1.000 Punkte, macht einen großen Unterschied, denn bei 1.000 müsst ihr die Punkte wesentlich enger aneinander setzen und sie werden vermutlich auch nicht mehr gleichmäßig rund, mal ganz abgesehen, davon, dass ihr ne gewisse Mindestgröße für jeden Punkt braucht. Genauso ist es mit dem Sensor, hier sind es Fotozellen anstatt Punkte und anstatt dem drauf malen, fällt das Licht auf die Punkte, die dann in elektrische Impulse umgesetzt werden: je mehr Licht, je heller der Punkt. ABER: je kleiner die Zelle (was bei gleicher physikalischer Größe des Sensors aber mehr MP der Fall ist), je weniger Licht kann sie abbekommen – um aber einen genauso hellen Punkt zu bekommen, muss der elektrische Impuls verstärkt werden: Damit verstärkt man aber auch die leichten Fehlmessungen, die auftreten und verliert Details in der Lichtstärke.

Aber das ist nicht der einzige Faktor, der hier vermutlich eine Rolle gespielt hat, denn dafür sind moderne Kameras viel zu komplex. Zwei weitere Faktoren, die ich hier erwähnen möchte, sind zum einen die verwendeten Linsenelemente (bzw. bei Handys wird das vermutlich nur ein Linsenelement sein) und zum anderen das Rauschverhalten. Die Linse ist in erster Linie mit für die Schärfe & Farbechtheit verantwortlich. Zusätzlich gibt es bei den Linsen riesen Unterschiede in der Verarbeitung & der Qualität. Bei abnehmbaren Objektiven für Spiegelreflexkameras wird dies besonders deutlich, wenn Objektive mit dem gleichen Zoomfaktor (gleicher Brennweite) einen Preisunterschied von 1.000€ oder mehr haben, der sich größtenteils durch die verwendeten Linsenelemente (und die Anzahl der Linsen) erklärt.

Das zweite ist das Rauschverhalten – das ist ein Bereich, mit dem ich mich vor meiner ersten Spiegelreflex nie beschäftigt habe, seitdem ich weiß was gemeint ist und wie viel es bei einem Foto ausmachen kann, ist es für mich zu einem sehr wichtigen Auswahlkriterium für eine Kamera geworden. Bei analogen Kameras bekam man Filme mit unterschiedlicher Lichtempfindlichkeit, damit man z.B. in dunkleren Lichtverhältnissen auch ohne Blitz noch ne Chance hatte. Diese Unterschiede sind in die digitale Fotografie als ISO-Werte übergegangen: Umso höher der ISO-Wert, umso Lichtempfindlicher die Kamera und umso weniger Umgebungslicht braucht man für ne wackelfreie Aufnahme aber gleichzeitig entstehen mehr Artefakte im Bild und ein höheres Rauschen – d.h. zum Bsp, dass eine schwarze Fläche dann nicht schwarz ist, sondern bunte Flecken mit drin hat. Umso höher der ISO-Wert umso mehr Artefakte hat das Bild im Vergleich zu einem Bild mit niedrigerem ISO-Wert von der gleichen Kamera. Da sind wir nämlich beim springenden Punkt: Das Rauschunterdrücken ist bei jeder Kamera unterschiedlich gut, dadurch können zwei Kameras die gleiche Megapixel-Anzahl haben und in etwa zur gleichen Zeit auf den Markt gekommen sein aber völlig unterschiedlich gute Bilder machen in der gleichen Situation. Selbst das gleiche Kameramodell liefert nicht immer gleich gute (oder schlechte) Ergebnisse.

Wenn wir jetzt wieder zum Thema des Kamera kaufens zurück kommen und der Frage, “wie soll ich diese Faktoren den bitte beim Kauf erkennen?”, muss man leider sagen, dass man sich dafür Bilder, die mit der Kamera gemacht wurden in voller Auflösung anschauen muss oder mal einen seriösen Testbericht zu einer Kamera reinlesen, da diese immer das Rauschverhalten besprechen.

Da jeder im Internet viel behaupten kann, noch zwei Artikel auf einem Fotoblog zu dem Thema:

Megapixel – darf’s ein bisschen mehr sein?

Die ISO verstehen

Und ein kleiner Tipp: Wenn ihr euch Fotos einer Kamera anschaun wollt, Flickr hat ein Tool um Bilder nur von einem Kameramodell anzeigen zu lassen, den Flickr Camera Finder (es kann sein, dass ihr einen Account braucht um darauf zugreifen zu können, ich bin mir nicht sicher).

Nach all dem Gerede, was sagt das jetzt über mein iPhone und Pauls Blackberry? Mein aktuelles iPhone hat mehr Megapixel als Pauls Blackberry – deshalb werde ich bei den Vergleichsfotos mal noch drei von den alten iPhones dazu tun, welche die gleiche Auflösung wie Pauls Handy haben. Zusätzlich werde ich hier aber nur kleinere Versionen der Bilder zeigen, da die Originale zu groß für den durchschnittlichen Bildschirm sind – das ist nämlich auch noch so ein Punkt mit der Auflösung: Außer man druckt Bilder auf große Größen aus oder hat einen sehr großen Bildschirm, sieht man die Bilder, die man mit seiner Kamera gemacht hat nie in voller Größe, sondern immer verkleinerte Versionen, die allein schon durch die Verkleinerung schärfer wirken. Der Vorteil von hohen Megapixel-Zahlen ist an der Stelle aber, dass man ohne Probleme ein Bild beschneiden kann um Details näher ran zu holen.

So, jetzt aber mal wirklich zu den Fotos (Wie immer, durch einen Klick auf das Photo werden sie groß). Zuerst unsere momentanen Handys:

IMG_0249_klein IMG00008-20091026-0931_klein

Zum Vergleich dann mal noch meine altes iPhones in drei unterschiedlichen Lichtsituationen (da ich ja nicht hier direkt unsere nachstellen kann):

IMG_0035 Kopie IMG_0003 Kopie IMG_0050 Kopie

Zusätzlich gibt es jetzt mal noch ein 100& Ausschnitt von zwei der Bilder, auf denen Pauls Pullover zu sehen ist, einmal mit dem iPhone der ersten Generation und einmal mit dem Blackberry von Paul:

100% Ausschnitt iPhone 1. Generation IMG00008-20091026-0931_ausschnitt

Ich denke mal, die beiden zeigen sehr schön, dass was ich mit dem Rauschen gemeint habe – im iPhonebild (oben) hat der blaue Pullover einen starken lila/rot-Punkt-Anteil, im Blackberry-Bild hat es sehr viele bunte Pixel und erkennen das der Pulli blau ist, kann man eher nicht.

Meiner Meinung nach ist der Unterschied relativ ersichtlich, oder? Warum die Blackberry Kamera so unscharf ist, ist eine gute Frage, ich vermute mal, dass RIM davon ausgeht, dass kaum ein Business-Kunde die Kamera in seinem Handy nutzt und dadurch mit ner kleineren Kameraeinheit Platz gespart hat. Wobei ich der Überzeugung bin, dass der Zusammenhang in beiden Richtungen geht: Weil, wenn die Bilder nicht gut rauskommen, macht man auch keine. Da bin ich selber auch das beste Beispiel: das neue iPhone ist so ziemlich das erste meiner Handys mit Kamera, mit dem ich Fotos mache, denn eigentlich ist die beste Kamera immer die, die man dabei hat ;)

Ich entschuldige mich mal jetzt noch für mein langes Gebrabbel – es gibt ein paar Themen, bei denen ich mich nicht kurz fassen kann, Fotografie ist eins davon ;) Immerhin habe ich euch die Ausführungen darüber, warum ein jpg nicht immer die gleiche Qualität bedeutet, erspart.