Mittwoch, 6. Januar 2010

Hab ich nen Knall? Videospielsucht für Fortgeschrittene von jenni

Das meint zumindest Paul – also von mir. Er wirft es mir zwar häufiger vor, heute aber besonders… und alles nur, weil wir es von Videospielen und welche Spiele ich ihm und seinem Mitbewohner für die Wii empfehlen würde, hatten.
Ja, ich habe eine sehr überzogene Menge Videospiele & Konsolen. Das weiß ich auch selber – die Selbsterkenntnis hat nur bisher noch nicht zur Besserung geführt, eher im Gegenteil.
Falls jetzt die Frage auftaucht, was “sehr überzogen” hier bedeutet: Ich besitze 15 unterschiedliche Konsolen (gekauft in den letzen 20 Jahren), wobei über die Hälfte GameBoy und Nintendo DS im Namen tragen – ja, ich bevorzuge Nintendo-Konsolen (wobei ich früher auch die Sega-Konsolen mochte – die hatten aber zwei Freunde, darum hab ich nie welche gekauft bekommen). Ich muss aber bei der Anzahl 15 dazusagen, dass es nicht 15 Geräte sind, sondern 15 Konsolen, denn von manchen Konsolen nenne ich mehrere mein Eigen. Meistens die amerikanische oder japanische Ausführung zusätzlich zur Deutschen.

Konsolen

Die Frage, die ich an dieser Stelle immer bekomme ist “Wieso?” – es fing alles beim GameCube an, bei dem es nicht mal einen Starttermin für Europa gab als die Konsole in Japan erschien. Damals war sicherlich meine stärkste Gamerzeit, weil ich einfach irre viel Zeit hatte – und im Warten war ich schon immer schlecht – und zusätzlich fing das auch mit dem Internet so an, dass man Konsolen ganz einfach aus Übersee bekommen konnte. Also hab ich mir nen japanischen Gamecube gekauft, den ich später hab Umbauen lassen, damit er auch amerikanische Spiele spielt, da die GameCube-Zeit für europäische Gamer echt böse war, da Nintendo meistens mehrere Monate zwischen amerikanischen und europäischen Starttermin legte – schön, wenn man dann die amerikanischen Spiele nutzen kann.*
* Zur Erklärung, Videospiele sind, ähnlich wie DVDs, in der Region beschränkt, d.h. amerikanische Spiele laufen nicht auf europäischen Konsolen – im Gegensatz zur DVD hat es bei den Konsolen aber mal technische Gründe gehabt, da TVs in Japan und USA eine andere Hz-Zahl verwenden.

Naja, bei der Wii ging es ähnlich weiter… vor allem, da ich zum Erscheinungstermin der Wii in den USA gelebt habe und durch viel Glück eine Wii online vorbestellen konnte. Da es aber zu teuer ist alle Spiele zu importieren, musste dann auch noch ne europäische her, ist ja klar ;)

Von meiner Spielesammlung fang ich jetzt besser gar nicht an – nur so viel, vorhin musste ich lautes Lachen über mich hören, weil ich ernsthaft eine Übersichtsseite mit meinen Videospielen online stehen habe – damit ich Freunden, die etwas leihen wollen, einfach die Liste schicken kann (das ganze wird automatisch aus einem Mac Programm generiert).

Leider gab es noch nicht viele alte Konsolen bei Bazaaria- denn ich würde eigentlich gerne meine Sammlung vervollständigen ;)

Was die Tipps angeht: Für Mehrspieler sind “New Super Mario Wii”, “Mario Kart”, “Super Smash Bros. Wii” und “Boom Blox” definitiv zu empfehlen. Nie kaufen sollte man spiele, die “Party” oder “Karneval” im Namen haben (außer sie stammen von Nintendo direkt).

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5 Responses to “Hab ich nen Knall? Videospielsucht für Fortgeschrittene”

  1. adrian sagt:

    Also ich finde die Übersichtsseite mehr als praktisch :)
    Nur die Usability und Suchfunktion könnte besser sein ;)

  2. Robin sagt:

    Oh je, wo soll ich nur anfangen? Ich fand den Beitrag jedenfalls sehr amüsant und musste oft schmunzeln. Also vorab: Nein, du hast absolut keinen Knall! Wieso auch? Ich meine…15 Konsolen in 20Jahren?? Das ist doch überhaupt nichts! *lach* Ich kenne15-jährige, die locker schon um die 8 Konsolen ihr eigen nennen können(vorausgesetzt sie bekommen so viel von ihren Eltern in den ***** geschoben). Ja, ist irgendwo schon traurig, aber was solls. Die Relation ist bei dir noch völlig in Ordnung, wobei….eigentlich kann man gar nicht genug Konsolen haben ;P Egal. Das passt schon, zumal du ja auch selbst das Geld dafür verdienst (wenn ich den Text richtig gedeutet habe bist du so um die 40-50). Mann…ich weiss gar nicht, was ich sagen will, ist ja auch schon spät *lach* Ach ja, ich wollte noch sagen, was ich absolut nicht begreifen kann…Warum zum Teufel, hört man im Gaming-bereich so oft das Wort Sucht?? Und warum ist dieses Wort überhaupt mit so einem negativen Geschmack behaftet?? Ich nenne das(wie auch in deinem Fall) Leidenschaft! Warum wird man gleich als süchtig beschimpft, nur weil man gerne und viel spielt und warum ist das bei SO vielen anderen Tätigkeiten nicht der Fall??? *durchatme* Ich nenne mal ein paar Beispiele: Jemand, der einen Sport ausübt und diesen so gerne betreibt, dass er jeden Tag 5Stunden damit zubringt, würde irgendjemand ihn als süchtig bezeichnen? Antwort: Nein, also ich nenne das Leidenschaft. Er bekommt dafür vermutlich auch noch Anerkennung, weil Sport ist ganz toll~ Nächstes Bsp: Meine Mutter liesst unglaublich viel und verkündet mir Stolz dass sie durch die Bibliothek weiss, dass sie durchschnittlich 15Bücher pro Woche liesst(ernsthaft, ich glaube es waren sogar mehr), würde IRGENDJEMAND sagen, dass sie süchtig ist?? Antwort: Nein, natürlich nicht! Sie liesst halt leidenschaftlich gerne! Und lesen ist ja auch ganz was feines, das macht schlauuuuu, jahaa~ Wie könnte lesen schon was schlechtes sein? Ich weiss, ich übertreibe mit Absicht ein wenig, aber so sollte klarer werden, worauf ich hinaus will. Weitere Beispiele braucht es nicht, letztendlich kommt dafür jede Tätigkeit in Frage, die jemand sehr gerne ausübt und viel Freizeit dafür Opfert. Das selbe ist beim “zocken” der Fall. Allein dieser Begriff(oh wie ich es verfluche, wenn mein Vater ihn benutzt!) führt uns zu einer negativen Sicht der Handlung. Gehen wirs mal durch: Jemand “zockt” 5Stunden pro Tag(was in meinen Augen überhaupt nichts ist) und kauft sich regelmäßig neue Spiele. Würde irgendjemand ihn süchtig nennen? Antwort: Jepp, wahrscheinlich, vorzugsweise die Eltern. Woran liegts?? Ganz begreife ichs nicht. Klar ist aber, dass das meistens ein Problem zwischen den Generationen ist. Aber auch Vorurteile spielen meiner meinung nach eine Zentrale dabei, ebenso missverständnisse und Trugschlüsse. Ein Beispiel zu letzterem: Ich komme täglich spät aus der Schule und gehe sobald ich zu Hause bin, nach dem Essen, der Tätigkeit nach, die ich am liebsten fabriziere – ich spiele Videospiele. Da es schon recht spät ist (17:30Uhr) kann ich bis etwa 22/23Uhr spielen, was ich dann auch tue. Das mache ich dann mal eine Zeit lang. Daraus wird dann beim Vater: “Der zockt doch nur den ganzen Tag!” Ich hoffe wirklich sehr, dass klar ist, was für eine Art Fehler hier begangen wird und von welcher Seite dieser ausgeht. Generationenkrieg. Das mag böse klingen und man sollte auch nicht verallgemeinern, aber Eltern haben keine Ahnung vom Videospielen – aber auch nicht die geringste. Ich weiss gleich nicht mehr, was ich schreiben soll, ich bin mir nicht einmal sicher, ob das, was ich schreibe nicht common knowledge ist. Ich weiss nur, dass ich das schon immer mal loswerden wollte und das ich gerade furchtbar ausschweife und totmüde bin XD Aber weiter im Text! Spiele können dabei so vieles Fördern: Handkoordination, Geschicklichkeit, Reaktionsvermögen, taktisches Denken, Teamarbeit, logisches Denken und vieles mehr. Hängt natürlich alles von der Art der Spiele ab. Für mich sind Spiele (insofern eine Handlung vorhanden ist – ist nicht immer der Fall, Bsp: Puzzle games) interaktive Bücher, die audiovisuell viel besser Inhalte nahebringen und Emotionen auslösen können als irgendein Buch (Meine Meinung). Bilder können unheimlich stark sein, oft stärker als geschriebene Worte. Noch stärker wird ein Bild mit unterlegung von Musik. Oder etwa nicht? Außerdem spielt man meistens selbst die Hauptrolle und die eigenen Handlungen beeinflussen das Geschehen und bringen die Story voran. So etwas kann kein Buch der Welt bieten. Der Appell soll übrigens nicht “Verbrennt alle Bücher, geht zocken!” sein, bevor das wer falsch versteht! XDD Ich möchte nur zeigen, dass Spiele (natürlich nicht jedes, dafür gibt es zu viel Schrott auf dem Markt) etwas besonderes sind, ein Erlebnis eben und…ich schreib ein andres mal weiter, ich bin grad eingenickt -_-’

  3. jenni sagt:

    Hallo Robin,

    wow, das war ein langer Kommentar – vor allem um die Uhrzeit. Gebe dir wirklich in den meisten Punkten recht. Denke aber, dass es zwischen Sucht & Leidenschaft einen unterschied gibt, auch wenn selten wirklich eine Unterscheidung gemacht wird, sondern es bei Videospielen meistens gleich als Sucht abgetan wird.
    Der Unterschied liegt für mich darin, dass man bei einer Leidenschaft jederzeit auch damit (wenn auf widerwillig) aufhören könnte, bei einer Sucht ist dies nicht möglich. Ein gutes Beispiel sind da sicherlich viele WOW-Spieler, die sehr unruhig werden, wenn man sie länger nicht spielen lässt oder die ganze Tage nur vor dem Rechner verbringen. Aber stimmt schon, da ist auch viel Unverständnis dabei.

    Mit deiner Alterseinschätzung lagst du übrigens falsch… bin Mitte 20 ;)

  4. paul sagt:

    @Jenni: Aber auch Du wirst unruhig wenn du ein paar Tage keine Console spielen konntest oder von mir von der Ersatzdroge “Gadgets” abgehalten wurdest (nich das das überhaupt vollständig möglich wäre…). Irgendwie erkenne ich den Unterschied noch nicht :P

  5. n00dl3 sagt:

    Hey

    Ich will mich keineswegs in irgendetwas einmischen hier, aber angenommen Jenni wäre wirklich Videospiel süchtig, wären dann nicht auch alle Fussballspieler Fussball süchtig und alle Käseliebhaber süchtig nach Käse. Bevor man Begriffe wie Sucht verwendet sollte man sich vielleicht ersteinmal überlegen wofür sie stehen.

    ;)

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