Dieses Wochenende gab es (mal wieder) zwei Vorkommnisse, die gute Beispiele dafür sind, warum es Bazaaria gibt bzw. wieso wir uns mit den bisherigen Lösungen nicht anfreunden konnten.*
*Das waren für mich auch schon Nachteile bevor ich von der Idee für Bazaaria gehört hatte.
Das eine war eine Email von einer Freundin, ob ich mal bitte auf ein Angebot von ihr bei einer bestimmten, hier nicht näher zu spezifizierenden, Webseite bieten könne – es müsse aber innerhalb der nächsten 20 Minuten sein.
Das andere war ein Gespräch auf einer Geburtstagsfeier zwischen mehreren älteren Herren. In erster Linie ging es um das angesammelte Werkzeug und sonstigen Kram, der in Keller und Garage allen Platz wegnähme. Vor allem, da man ja auch von vielen Werkzeugen inzwischen mehrere besäße und es insgesamt nie bräuchte – aber zum wegwerfen sei es ja zu schade. Die Lösung, auf die sie dann kamen? Sie gehen im Frühjahr alle zusammen mal mit ihrem Kram auf den Flohmarkt… Ich kenne ein paar der Herren schon seit ein paar Jahren: dass sie es auf den Flohmarkt schaffen, glaube ich erst, wenn sie dort stehen.
Ein paar von euch können sich jetzt evtl. schon vorstellen, wo ich da den Zusammenhang zu Bazaaria sehe, den anderen erkläre ich es gerne
Fangen wir mal mit der zweiten Sachen an: Krams, der daheim nur Platz wegnimmt und den man gerne los haben möchte ohne ihn wegzuschmeißen. Hierfür bietet sich Bazaaria ideal an, da man nicht, wie bei manch anderen Plattformen, eine maximale Anzahl Tagen hat, innerhalb derer sich ein Käufer gefunden haben muss. Denn nichts ist schlimmer, als einen Gegenstand immer wieder einstellen zu müssen und jedes Mal wieder eine Einstellgebühr zahlen zu müssen.
Aber der Vergleich an dieser Stelle ist ja eigentlich zum Flohmarkt. Zu meiner Einschätzung von Flohmärkten, muss ich vorneweg sagen, dass ich kein Morgenmensch bin und es nicht sonderlich mag früh aufzustehen, d.h. der Gedanke Samstag (oder Sonntag) morgen um 6 Uhr aufzustehen um auf den Flohmarkt zum Stand aufbauen zu fahren, ist so gar nicht meiner. Vom Kisten schleppen und stundenlang in der Kälte oder Hitze stehen* mal ganz abgesehen.
* Es muss grundsätzlich entweder zu kalt oder zu heiß sein an so einem Tag – zumindest in meiner Vorstellung
Der Vorteil von Bazaaria ist an der Stelle natürlich, dass man nicht raus in die Kälte (oder Hitze) muss und auch keine Kisten schleppen muss – außer zur Post, wenn man etwas verkauft/getauscht hat. Der Nachteil ist, dass man sich die Mühe machen muss Fotos von seinen Gegenständen zu machen und sich eine Beschreibung ausdenken muss – wobei man auch bei einem Flohmarkt alles in die Hand nehmen muss um sich einen Preis auszudenken. Aber ob man nun einen Tag draußen auf dem Flohmarkt verbringt oder einen Tag beim eingeben von Gegenständen auf Bazaaria zu Hause, ist zeitlich eigentlich ziemlich schnuppe, oder?
Da ich jetzt eh schon wieder so einen langen Beitrag geschrieben habe, kurz ein paar Worte zum anderen Beispiel: Bei Bazaaria entscheidet ihr, für wie viel Euro ihr einen Gegenstand verkauft oder gegen was ihr ihn tauscht. Gefällt euch ein Angebot nicht, könnt ihr es auch einfach ablehnen. Dadurch müsst ihr dann nicht eure Freunde anhauen doch bitte mal auf einen eurer Gegenstände zu bieten, damit sie nicht unterhalb eurer Preisvorstellung weg gehen, denn das ist doof und führt dazu, dass man sich ärgert und das ist ja dann wiederum doof
